Die Pfändungsfreigrenze der Pfändungstabelle entnehmen

Oktober 4, 2011  |  Rechtstipps  |  no comments

Die Pfändungstabelle ist eines der wichtigsten Instrumente im Verbraucherinsolvenzverfahren. Sie gibt Aufschluss darüber, welcher Betrag jedem Schuldner noch zur Verfügung stehen muss, um damit seinen Lebensunterhalt zu sichern. Sie wird zur Erstellung eines Schuldenbereinigungsplans ebenso benötigt, wie beim Verbraucherinsolvenzverfahren selbst. Jedem Schuldner steht ein gesetzlich festgelegter Selbstbehalt zur Verfügung, der der Pfändungstabelle entnommen werden kann. Kommt es zu einer Pfändung des Einkommens, muss dieser Selbstbehalt dem Schuldner verbleiben. Nur Einnahmen, die darüber hinaus gehen, können für die Schuldenbereinigung eingesetzt werden. Dabei ist die Höhe des Selbstbehalts von verschiedenen Faktoren abhängig. Hierzu zählen der Familienstand des Schuldners, sowie dessen Unterhaltsverpflichtungen.

Je mehr Kindern oder einem Ehepartner der Schuldner zum Unterhalt verpflichtet ist, desto höher gestaltet sich auch der Selbstbehalt, der ihm zur Verfügung stehen muss. Die genauen Zahlen werden in regelmäßigen Abständen angepasst, so dass sie selbst die Inflation mit berücksichtigen. Sie können der jeweils gültigen aktuellen Pfändungstabelle entnommen werden. Sofern der Schuldner sich beispielsweise für die Unterstützung durch die Schuldnerberatung Nürnberg entschieden hat, wird diese ihn entsprechend beraten und die Pfändungstabelle vorlegen, um ihm seinen Selbstbehalt deutlich zu machen. So ergibt sich bei einem Schuldner, der keine Unterhaltsverpflichtungen hat, ein Einkommen von netto 1.030 bis 1.039,99 aufweist, ein pfändbarer Betrag von 0,78 Euro.

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